Ubuntu Privacy Remix 9.04r1 released

Das UPR-Team hat heute die neue Ubuntu-Privacy-Remix Version veröffentlicht. Die Version 9.04r1 basiert nun auf dem aktuellen Ubuntu Jaunty und bringt einige neue Funktionen mit.

Ubuntu Privacy Remix (kurz UPR) ist eine Live-CD, mit der man so sicher wie möglich am PC arbeiten kann. Dazu werden auf viele gefahrdarstellende Funktionen verzichtet: eine Internetverbindung ist dank deaktiviertem Netzwerkadapter gar nicht erst möglich, also gibt es auch keine Möglichkeit für Dritte auf das System zuzugreifen geschweide denn es zu kompromittieren.

Die Live-CD verwendet außerdem keine Festplatte (und ist auch nicht für eine Installation auf einer Festplatte gedacht), also können auch dort keine Spuren hinterlassen werden. Um Daten aber sichern zu können, gibt es die clevere Möglichkeit, auf einem USB-Stick o.Ä. einen TrueCrypt Container zu erstellen, der den Home-Ordner in verschlüsselter Form speichert – nicht nur Daten sondern auch Einstellungen können so sicher gespeichert werden.

Neu in der aktuellen Version sind die Integration des Figaros Password Manager 2, bessere Druckerunterstützung, OpenJDK, sudo-Rechte auf die notwendigsten Befehle beschränkt, CD beim Booten vollständig in den RAM laden sowie einige Fehlerbehebungen und optische Verbesserungen.

Es gibt wohl viele Gründe, weshalb man UPR gebrauchen könnte, jeder, der sensible Daten verschlüsselt auf seinem Rechner liegen hat sollte auch daran denken, dass sie auch mal von einem selbst entschlüsselt werden (zur normalen Verwendung) und genau dann ein Sicherheitsrisiko auftritt.

Die nicht ganze 700MB kleine Distribution kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:

https://www.privacy-cd.org/de/upr-auf-launchpad/download

Was man – wie bei fast jedem Download – unbedingt machen sollte, ist die Signatur überprüfen! Eine Anleitung dazu findet sich auf der UPR-Webseite unter https://www.privacy-cd.org/de/anleitungen/signatur-ueberpruefen

Siehe auch: Golem.de – Ubuntu Privacy Remix 9.04 als sichere Arbeitsumgebung

Posted in Linux, Software at Juni 25th, 2009. No Comments.

Street View überführt Straftäter

Der umstrittene Google-Dienst “Street View”, der Fotos von Straßen zu Navigations- und Informationszwecken aufnimmt und bereitstellt, verhalf der holländischen Polizei zur Aufklärung eines Raubs. Ein 14 jähriger, der den Raub zur Anzeige gebracht hat, entdeckte im März eine Aufnahme von sich und den beiden mutmaßlichen Tätern in Street View, mit dem die Täter von der Polizei identifiziert werden konnte.  Die Tat ereignete sich im September 2008 in Groningen: der 14 jährige Junge wurde um 165€ und seines Mobiltelefons beraubt, nachdem er von den Tätern von seinem Fahrrad holten.

Street View ist in Deutschland nach wie vor nicht verfübar, da Datenschützer ihre Kritik daran geäußert haben und mit Google nach einer Lösung suchten. So sind jetzt seit etwa Juli 2008 erste Aufnahmen von deutschen Straßen entstanden, die mit einem automatisierten Vorgang nach Gesichtern und Nummernschildern gescannt werden und durch Weichzeichnen unkenntlich gemacht werden sollen.

Da dieser Vorgang nicht 100% genau ist, kann und wird es passieren, dass nicht alle Gesichter und Nummernschilder verwischt werden, dafür soll es eine Meldefunktion für Benutzer geben.
Quelle: Associated Press
Siehe auch: heise online – Google Street View hilft der Polizei.

Posted in Datenschutz at Juni 21st, 2009. 1 Comment.